MDR AKTUELL - Meldungen um 23:30 Uhr


Thüringen: Linke, SPD und Grüne einigen sich auf Ressorts

In Thüringen haben sich Linke, SPD und Grüne auf die Zuschnitte der Ministerien für die geplante Minderheitsregierung verständigt. Das teilten die drei Parteien am Abend mit. Demnach sollen die Linken weiterhin vier, die SPD drei und die Grünen zwei Ministerien verantworten. Die Grünen behalten das Umweltministerium, das um den Bereich Verbraucherschutz erweitert wird. Auch das Justizministerium soll weiter von den Grünen geführt werden. Allerdings wandert der Bereich Migration in das Linke-geführte Sozialministerium. Die Linke stellt weiterhin den Chef der Staatskanzlei sowie die Minister für Kultur, Soziales, Bildung sowie Agrar- und Infrastruktur. Die SPD soll wie bisher die Ministerien für Wirtschaft, Finanzen und Inneres führen.


Anklage nach Dammbruch in Brasilien erhoben

Knapp ein Jahr nach dem Staudammbruch mit 270 Toten hat die brasilianische Staatsanwaltschaft den TÜV Süd und den Bergbaukonzern Vale angeklagt. Begründet wird die Anklage mit den verheerenden Auswirkungen des Unglücks auf die Umwelt. Außerdem wurde laut Staatsanwaltschaft gegen 16 Einzelpersonen Anklage wegen Mordes erhoben. - Nach dem Dammbruch hatte sich eine riesige Schlammlawine über die Umgebung ergossen. Auch der TÜV Süd geriet in die Kritik. Er hatte den Damm wenige Monate vor dem Unglück geprüft und trotz mehrerer Wartungsempfehlungen für sicher erklärt.


Erster Fall von Corona-Virus-Ansteckung in den USA

In den USA gibt es einen ersten Fall des neuartigen Corona-Virus. Wie die zuständige US-Behörde mitteilte, wurde die Infektion bei einem Reisenden aus China in Seattle nachgewiesen. Die chinesische Gesundheitskommission meldete heute 77 neue Patienten. Ingesamt gibt es damit 300 Erkrankungen. Die Zahl der Toten stieg auf sechs. Russland verstärkte inzwischen seine Kontrollen an der Grenze zu China. Die Behörden erklärten, wer bei der Einreise Symptome aufweise, komme in Quarantäne. Am Moskauer Großflughafen Scheremetjewo werden Passagiere aus China noch im Flugzeug mit Wärmebildkameras untersucht.


Spanien ruft Klimanotstand aus

Spaniens neue Regierung hat den Klimanotstand ausgerufen. Ministerpräsident Sánchez kündigte außerdem an, dass in Kürze ein Gesetzentwurf zur Energiewende vorgelegt wird. Ziel sei es, bis 2050 klimaneutral zu werden. Darüber hinaus solle der nationale Aktionsplan zur Bekämpfung des Klimawandels aktualisiert werden. Eine Sprecherin ergänzte, der Klimawandel und die Energiewende sollten zu Eckpfeilern für alle Ministerien und alles Regierungshandeln werden. .


Bangladesch schließt mehr als 200 Fabriken

In Bangladesch müssen mehr als 200 Fabriken wegen Umweltverstößen schließen. Das hat das oberste Gericht des Landes entschieden. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wiesen die Behörden an, die Strom-, Gas- und Wasserversorgung der bestroffenen Betriebe in der Hauptstadt Dhaka einzustellen. Dazu gehörten Gerbereien, Färbereien und Gummifabriken. Hintergrund ist den Angaben zufolge die zunehmende Verschmutzung des Flusses Buriganga. Er zähle wegen der Einleitung von Abwässern aus der Textilindustrie inzwischen zu den am stärksten verschmutzten Gewässern der Welt.

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2020, 23:43 Uhr

Zurück zur Startseite