Susanne Hennig-Wellsow
Seit 2004 ist Susanne Hennig-Wellsow Mitglied des Thüringer Landtags. Bildrechte: dpa

Nach Landtagswahl Hennig-Wellsow bleibt Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag

Mit 89 Prozent der Stimmen ist Susanne Hennig-Wellsow als Fraktionsvorsitzende der Linken im Thüringer Landtag wiedergewählt worden. Als parlamentarischer Geschäftsführer wurde André Blechschmidt bestätigt.

Susanne Hennig-Wellsow
Seit 2004 ist Susanne Hennig-Wellsow Mitglied des Thüringer Landtags. Bildrechte: dpa

Die Linke als größte Fraktion im Thüringer Landtag wird weiter von Susanne Hennig-Wellsow geführt. Die 42-Jährige erhielt nach Angaben einer Sprecherin bei der Wahl zur Fraktionsvorsitzenden am Freitag ihn Erfurt 89 Prozent der Stimmen.

Hennig-Wellsow stand bereits seit 2014 an der Spitze der Fraktion. Sie ist auch Parteivorsitzende der Linken, die die Landtagswahl gewonnen hat. Hennig-Wellsow spielt damit eine zentrale Rolle bei der schwierigen Regierungsbildung in Thüringen, bei der sich bisher keine Mehrheit für ein Koalitionsmodell abzeichnen.

Die Linke erhielt bei der Landtagswahl 31 Prozent der Stimmen und ist mit 29 Abgeordneten im Parlament vertreten. Etwa ein Drittel der Fraktionsmitglieder seien neu im Landtag, so die Sprecherin. Als parlamentarischer Geschäftsführer sei André Blechschmidt bestätigt worden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 08. November 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2019, 20:35 Uhr

6 Kommentare

Werner vor 5 Tagen

"Zumal es mit der AfD... unzufriedener Bürger... mit denen umgegangen werden muss!"
Man muss nicht mit der AfD und Bürgern "umgehen", sondern mit den Problemen und deren Ursachen - im Dialog - mit Ausreden, also keine Ausreden, sondern Ausreden lassen. Der Ansatz zur Lösung des Problems mit der "Unzufriedenheit" ist falsch, da die in vielen Bereichen angesammelten Probleme damit nicht gelöst werden, sondern nur deren Folgen als Ursachen-Komplex der "Unzufriedenheit". Aber nach Ihrer Aussage geht es nach Dünnbrettbohrer-Art genau 30 Jahre später genau so weiter, und das auch noch mit einem Ausrufezeichen, dass man sich den "Umgang" in wieder so vorstellen kann: "Es liegt an uns, zu diktieren, wie ’ne Gesellschaft auszusehen hat." - ohne Hype von üblichen Aufregungsbeauftragten - bitte nicht schon wieder. NZZ" vom 16.09.19: "..So schrieb der Autor und Dramaturg Bernd Stegemann auf Twitter, Grönemeyers Tonfall mache ihm Angst.. «Ich sag’s ungern, aber er klingt wie ein Redner vor 1945»"

Demokrat vor 5 Tagen

Mit Frau Hennig-Wellsow kann die Linke wirklich zufrieden sein. Regieren dürfte für Rot-Rot-Grün künftig nicht eben einfacher werden. Um so mehr kommt es auf die Arbeit und den Sachverstand hinter den Kulissen, in der zweiten Reihe an! Wenn es dabei zu einer Unterscheidbarkeit, Differenz zum Landesvater Bodo kommt, ist das nur von Vorteil, weil sich die Linke nicht auf einen bloßen realpolitischen Kurs nur des unmittelbar machbaren beschränken kann. Zumal es mit der AfD einen großen Teil unzufriedener Bürger gibt, mit denen umgegangen werden muss!
Insofern kein Selbstläufer für die Linke, das waren aber die vergangenen fünf Jahre ebenso wenig. Die Linke ist stärkste Partei und Wahlgewinner, darf sich aber auf ihren Lorbeeren nicht ausruhen.
Es liegt an den anderen Parteien, gerade der der Opposition, aus Verlusten, gar Schmollwinkel der Realitäts- und Politikverweigerung herauszukommen. Umgekehrt machen die rechten Spielchen einer AfD-CDU-Machtübernahme eine starke Linke wichtig.

Udo vor 6 Tagen

Mit dem guten Onkel Bodo, auf Wahlplakaten ohne Kennzeichen der Linken, holt man sich gutgläubige Wähler.
Im Landtag sitzen dann die "kernigen" echten Linken, deren Immunität sogar aufgehoben ist, wegen des Verdachts der Störung von Versammlung und Aufzügen.
Logisch, im Kampf gegen rechts ist alles erlaubt.

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