Fußball | Regionalliga Lok Leipzig auch nach Spiel beim BFC Dynamo ungeschlagen

9. Spieltag

Der 1. FC Lokomotive Leipzig ist auch nach dem neunten Regionalliga-Spieltag noch ungeschlagen. Das einzige Team ohne Niederlage holte am Sonntag (22.09.2019) mit einem 0:0 beim BFC Dynamo den nächsten Zähler. Allerdings hat Lok-Teamchef Björn Joppe nichts dagegen, wenn sein Team bald die erste Pleite kassiert.

von Maria Köhler-Thiel (Berlin)

Djamal Ziane und Andreas Pollasch
Hoch das Bein: Djamal Ziane und Andreas Pollasch im Zweikampf. Bildrechte: Matthias Koch

Lok startet gut - BFC steigert sich

Beim Team aus Probstheida, das zuletzt 2.000 beim BFC Dynamo gewonnen hatte, kehrten Robert Berger und David Urban nach ihren Sperren in die Startelf zurück. Zudem sollte bei der Elf von Teamchef Björn Joppe Stephane Mvibudulu für Torgefahr sorgen. Beide Mannschaften starteten lauffreudig, wobei sich die Sachsen mehr Ballbesitz erarbeiteten. Lok Leipzig holte mehrere Eckbälle heraus, doch aus ihrer Dominanz machten die Gäste zu wenig.

Die Hausherren fanden nach 25 Minuten besser ins Spiel. Mateusz Lewandowski traf das Außennetz (26.). Lukas Krüger suchte zudem mehrfach den bis dato besten BFC-Torschützen Ronny Garbuschewski. Nach einem Patzer von Lok-Kapitän Robert Zickert hatte Krüger selbst die Chance zur Führung, doch der zurückgeeilte Zickert rettete kurz vor der Linie (33.).

Steinborn prüft Sommer

Nach der Pause durfte Matthias Steinborn gegen seinen Ex-Klub BFC Dynamo ran. Der 30-Jährige, der bei den Berlinern ausgebildet worden war, prüfte mehrfach Torwart Kevin Sommer. Lok stand phasenweise ziemlich hoch, um den Gegner früh beim Spielaufbau zu stören. Doch auch nach dem Platzverweis von Berlins Andreas Pollasch (67.) blieb dem Favoriten ein Treffer verwehrt. In der Schlussphase ging es kurzzeitig sogar mit zehn gegen zehn Spielern zur Sache, da der angeschlagene Patrick Wolf nicht ausgewechselt werden konnte. Das Wechselkontingent war erschöpft. Die "Loksche", die auf Rang vier rutschte, empfängt am Freitag Wacker Nordhausen. Einen Tag später muss der BFC Dynamo zum FC Energie Cottbus.

Kopfverletzung bei Patrick Wolf
Patrick Wolf verletzt sich am Kopf. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Stimmen zum Spiel

Björn Joppe (Lok Leipzig): "Es ist schwierig, ein Fazit zu finden. Die Jungs haben hängende Köpfe, obwohl wir noch ungeschlagen sind. Der Schiedsrichter hätte öfters laufen lassen sollen, aber das Problem haben wir schon seit Wochen. Wir haben zwei halbe Chancen aus Standards heraus. Wir müssen Zickert ein Kompliment machen, wie er den Ball von der Linie kratzt. Wir tun uns hier schwer – wir wissen nicht genau ob es am Stadion liegt. Vielleicht müssen wir mal ein Spiel verlieren. Wir hatten zwei, drei Momente, wo man sieht, dass nicht der letzte Wille da ist. Die Jungs wollen keinen Fehler machen. Für den Kopf wäre es gut, mal ein Spiel zu verlieren. Ich glaube, am Ende ist der Punkt für beide Seiten verdient."

Christian Benbennek (BFC Dynamo): "Ich wünschte, Du hättest das Deiner Mannschaft vor dem Spiel gesagt, 0:1 zu verlieren. Lok kann körperlich sehr dominieren. Nach dem 1:0 für uns in Erfurt waren wir komplett passiv. Wir haben daran gearbeitet, den Ball zurückzuerobern. Die Mannschaft hat sich im Training gut eingebracht. Wir wollten mit aller Macht dieses Spiel gewinnen. Wenn die Spieler vorn draufmarschieren und den Ball haben, binden sie noch eine Schleife um den Ball. Wir haben schon viele Gegentore nach Standards bekommen, heute nicht. Die Einstellung war top. Es ist ein gerechtes Unentschieden. Wenn wir die Spiele immer so angehen, werden wir auch wieder gewinnen."

Berichte aus der Regionalliga

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 22. September 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. September 2019, 18:48 Uhr

8 Kommentare

Aalfred vor 3 Wochen

Erich. B.... Das Chemieschwein ist das potenzielle Beispiel für einen, der absolut keinen Durchblick hat. Ich glaube, am kommenden Freitag steht Lok, zumindest für ein paar Stunden wieder ganz oben, allein schon deshalb, weil die ihrem Ex Trainer zeigen werden, was er nicht geschafft hat, mit spielerischen Mitteln zu gewinnen. Und zum Derby hab ich persönlich alles gesagt.... Chemie gehört definitiv nicht in die Regionalligiga, wer solche Chaoten als Fans hat, gehört abgewickelt....

Erich B. vor 3 Wochen

Da Niederlagen ausbleiben, muss man eben versuchen, über Unentschieden Hohn und Spott auszugießen, was ungleich schwieriger ist. Lieber Nutzer Ch..........., Sie sind bekannt für geistreiche und pointierte Kommentare, die nicht selten den Finger in offene Wunden legen - der oben gehört definitiv nicht dazu. Fakt ist (und die Tabelle zeigt es deutlich), dass Lok dieses Jahr zum besten gehört, was die RL zu bieten hat. Gute Arbeit trägt Früchte - das kennt man doch in Leutzsch auch, oder? Freilich kann auch anhaltender Erfolg verunsichern und daran hindern, das Potential voll abzurufen - das ist am Sonntag auch deutlich geworden. Ich sehe es so wie Björn Joppe: mal zwischendurch ne kleine Niederlage unter Freunden würde gut tun. Und warum nicht gegen Chemie - die sind dankbar für jeden Punkt. Spricht aber nicht allzu viel dafür ...

Aalfred vor 3 Wochen

@Chemieschwein... Und wieder einmal zeigt sich, wie Leutzsch vom Neid zerfressen ist, wir werden am Derbytag lachend vorm Bildschirm sitzen und uns anschauen wie das AKS einen Blau-Gelben Derbysieger bestaunt....