Fußball | Regionalliga Hertha II zu stark für die BSG Chemie

9. Spieltag

Die BSG Chemie Leipzig hat gegen Spitzenreiter Hertha BSC II mit 1:3 (0:2) verloren. Vor 3.045 Fans im Alfred-Kunze-Sportpark wusste vor allem die Offensive der Hertha zu überzeugen. Die Grün-Weißen rutschten durch die Niederlage auf Rang 13 ab. Hertha bleibt ganz oben. Kleiner Grund zur Freude: Neuzugang Elvir Ibisevic durfte erstmals ran, die Spielgenehmigung für den Angreifer wurde kurzfristig erteilt.

Die BSG Chemie Leipzig hat gegen Spitzenreiter Hertha BSC II mit 1:3 (0:2) verloren. Vor 3.045 Fans im Alfred-Kunze-Sportpark wusste vor allem die Offensive der Hertha zu überzeugen. Die Grün-Weißen rutschten durch die Niederlage auf Rang 13 ab. Hertha bleibt ganz oben. Kleiner Grund zur Freude: Neuzugang Elvir Ibisevic durfte erstmals ran, die Spielgenehmigung für den Angreifer wurde kurzfristig erteilt.

 BSG Chemie Leipzig vs. Hertha BSC II
Der Ball ist drin: Freude bei den Berlinern Pal Dardai und Maximilian Pronichev. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Berlin offensiv mit Durchschlagskraft

Der Spitzenreiter aus Berlin begann mit vier Änderungen in der Startelf gegenüber dem 0:2 gegen Nordhausen. Bei der BSG Chemie begannen Denny Krahl für Valentino Schubert sowie Tomas Petracek für Daniel Heinze. Zudem nahm Elvir Ibisevic, der Cousin von Bundesliga-Akteur Vedad Ibisevic, erstmals auf der Bank der Leutzscher Platz.

Nach ausgeglichenem Beginn übernahm Hertha nach etwa 15 Minuten das Kommando. Die erste gute Möglichkeit führte gleich um 0:1 aus Leipziger Sicht. Einen Konter schloss Berlins Angreifer Muhammed Kiprit erfolgreich zur Führung für die Gäste aus spitzem Winkel ab (16.). In der Folge erarbeiteten sich die Sachsen einige Standards, die jedoch zu ungenau ausgeführt wurden. Auf der Gegenseite stand Pal Dardai bei einem Freistoß völlig frei, umkurvte seinen Gegenspieler und schob zum 0:2 ein (24.). Bis zur Pause hatten Tony Fuchs und Lazar Samardzic gar das 0:3 auf dem Fuß (27./28.). Chemie nun bemüht, vor allem der agile Tomas Petracek agierte jedoch glücklos. Die Chance zum 1:2 gab es dennoch: Björn Nikolajewskis Schuss landete aus 20 Metern nur einen halben Meter neben dem Gehäuse.

Bjoern Nikolajewski und Maximilian Pronichev
Björn Nikolajewski, Herthas Maximilian Pronichev und Benjamin Schmidt. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Bury an den Pfosten

Mit Beginn der zweiten Hälfte wurden die Leutzscher offensiver. Zunächst scheiterte Alexander Bury am Innenpfosten (48.). Auch in der Folge war die BSG präsenter und drückte auf den Anschluss, agierte aber in der letzten Aktion oft zu ungenau. Berlin zog sich etwas zurück und lauerte auf Konter bzw. setzte selbst teilweise Nadelstiche. Bury per Fußspitze nach einer flach hereingebrachten Ecke von Boltze (gehalten /66.) hatte die nächste Chance zum Anschluss.

Hektische Schlussphase – Ibisevic erstmals am Start

Für die letzten gut 20 Minuten durfte Neuzugang Elvir Ibisevic dann erstmals mitmischen. Auch er konnte jedoch nicht für die Wende sorgen. Berlin in der Schlussphase sogar noch mit weiteren Möglichkeiten. Dennis Jastrzemski traf den Pfosten (77.). Auf der Gegenseite sorgte Petracek mit dem 1:2 per Alleingang dann doch noch Hoffnung auf Seiten der Leutzscher. In der 90. Minute nutzte Berlin ein Missverständnis von Boltze und Karau zur Entscheidung. Karau sah nach einem Foul sogar noch die Rote Karte für die Notbremse. Kiprit sorgte vom Punkt für das 1:3.

Das sagten die Trainer

Andreas Neuendorf (Hertha BSC II): "Wir haben ein ordentliches Spiel abgeliefert. Wir sind an unsere Grenzen gegangen. Wir wollten heute Standards vermeiden und spielerische Lösungen finden. Das ist uns gelungen. Die Führung hat uns gutgetan. Wir haben dann nicht den Deckel draufgesetzt, da macht Chemie den Anschluss. Die Rote Karte war aus meiner Sicht keine. Ich habe das dem Schiedsrichter gesagt, dass da ein Vermerk reinkommt. Gelb und Elfmeter hätten gereicht."

Miroslav Jagatic (Chemie Leipzig): "Verdienter Sieg für Hertha. Beim ersten Tor haben wir auf Abseits gespielt. Beim 0:2 warten wir, bis der Ball beim Gegenspieler ankommt. Im zweiten Durchgang belohnen wir uns mit dem Anschluss. Danach wieder ein individueller Fehler mit der Roten Karte als Krönung. Das ärgert einen. Wir werden das sachlich analysieren, und dann geht es weiter. Wir werden die notwendigen Punkte in der Saison holen."

mwi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 21. September 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. September 2019, 18:03 Uhr

6 Kommentare

Sorgloser Brite vor 3 Wochen

Leider eine verdiente Niederlage, denn Hertha war eindeutig zu stark für Chemie. Die wichtigen Punkte muss mann gegen andere Teams holen, auch wenn in der zweiten Halbzeit durchaus ein Unentschieden drin war. Allerdings müssen dann vorhandene Chancen besser bzw konsequent genutzt werden, naja wie ich schon sagte bei solchen Spielen ist Chemie immer Außenseiter und ein Punktgewinn wäre eher überraschend. Wirlich ärgerlich war die vollkommen überzogen rote Karte gegen Karau,der Berliner Trainer hat es richtig gesagt Elfer ja und Gelb. Naja vielleicht ist man gnädig und er bekommt nur ein Spiel aufgebrummt und kann zur Freude unserer hier ständig mitschreibenden Lokklienten im Derby auflaufen. Es wird schwer für die BSG ,aber das wussten wir vorher und am Ende wird Chemie die Klasse halten

Chemiesschwein vor 3 Wochen

Haha. Hab ich doch gewusst. Unser Amateurkonstrukt hat wieder versagt. Und der Abstieg ruft schon. Ach bald spielen wir wieder in meiner geliebten Sachsenliga. Da kann ich mir auch wieder die Auswärtsspiele leisten. Das Arbeitsamt zahlt zu wenig. Aber für ein Sterni reicht's immer.

SGDHarzer66 vor 3 Wochen

Loko66 - ich schließe mich an. Vollkommen richtig. Und der kreisligalimitierte Karau sorgt für die Entscheidung - ein Traum. :-)