Fußball | 2. Bundesliga Kellerduell: Dynamo gegen Wiesbaden zum Siegen verdammt

13. Spieltag

Wenn nicht jetzt, wann dann? Zweitliga-Schlusslicht Dynamo Dresden steht vor dem Kellergipfel am Freitag (18:30 Uhr) im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden gehörig unter Druck. Seit fünf Liga-Spielen wartet das Team von Trainer Cristian Fiel auf einen Sieg. Ein Dreier gegen den Tabellenvorletzten ist also Pflicht.

"Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass wir morgen gewinnen. Das habe ich in meinem Kopf. Und ich habe in meinem Kopf, was wir machen wollen, was ich den Jungs sagen will, dass ist das, was ich beeinflussen kann. Alles andere wird man dann sehen", sagte Fiel am Donnerstag auf der Pressekonferenz.

Dynamo ohne Quintett

Personell muss der SGD-Coach auf Kevin Ehlers (Angina), Linus Wahlqvist (Muskelfaserriss in der Schulter), Tim Boss (Innenbanddehnung), Patrick Möschl (Probleme Sprunggelenk) und Sascha Horvath (Finger-OP) verzichten.

SVWW peilt Dreier an

Dresden ist mit nur neun Zählern Tabellenschlusslicht, einen Punkt hinter Wiesbaden. Die Gäste kommen nach dem überraschenden 1:1-Heimspielerfolg gegen den Hamburger SV und mit breiter Brust an die Elbe. "Wir haben defensive Stabilität an den Tag gelegt und in der Offensive gute Aktionen gezeigt, wir haben den Glauben aufrechterhalten und uns am Schluss auch belohnt. Wir fahren nach Dresden, um drei Punkte mitzunehmen“, sagte SVWW-Chefcoach Rüdiger Rehm am Mittwoch, dessen Team in den letzten fünf Spielen nur zwei Gegentore kassierte. Im Abstiegsduell muss Rehm allerdings ohne Stefan Aigner (Rotsperre) und die Langzeitverletzten Jules Schwadorf, Patrick Schönfeld, Marc Wachs, Arthur Lyska, Phillip Tietz sowie Jan Albrecht auskommen.

Bilanz spricht für Dynamo

Für beide Teams ist die Partie am Freitag das erste Duell in der 2. Bundesliga. In bislang acht Drittliga-Begegnungen holte Dynamo fünf Siege und zwei Remis. Das letzte Duell liegt allerdings längere Zeit zurück. Im April 2016 gewann Dresden im Harbigstadion mit 4:0.

Dresdens Tim Väyrynen erzielt gegen Wiesbadens Torwart Markus Kolke das Tor zum 4:0
23. April 2016: Dresdens Tim Väyrynen erzielt gegen Wiesbadens Torwart Markus Kolke das Tor zum 4:0 Bildrechte: imago/Robert Michael

Abstiegsduell als Zuschauermagnet

Die Arena wird zum Kellergipfel gut gefüllt sein. Bereits am Mittwoch waren über 23.000 Karten weg. Den Zuspruch trotz der sportlichen Misere weiß Fiel zu schätzen: "Wenn du erfolgreich bist, dann tragen sie dich. Jetzt im Moment sind sie einfach nur enttäuscht und trotzdem bin ich der Überzeugung, dass alle wissen, was hier morgen auf dem Spiel steht und so werden sie auch ins Stadion kommen."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 09. November 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2019, 14:56 Uhr

17 Kommentare

Elbeschiffer vor 6 Tagen

Wenn es so wäre, dann stünde es ja um den Verein schlimmer als vermutet.Wenn sich nicht mehr hinterfragt wird und Trainer kein Rückgrat haben Fehlentwicklungen zu korrigieren dann Gute Nacht.Allerdings deuten das Banksitzen von Chr. Löwe ( hat wohl andere Meinung ) in Deine Vermutung. Hoffe, dass wir uns beide irren und heute ein Befreiungsschlag kommt.

Schnibbler vor 6 Tagen

@jochen
wir würden ja gern nach lpz kommen, nur leider ist das stadion gemäß ihren forumsbeiträgen ja immer mit gefühlt mindestens 80tsd leuten ausverkauft.
dynamischen gruß in die messestadt

mr-pitchfork vor 6 Tagen

Ich hoffe der Fiel hat schon mal seinen Koffer gepackt!!
Warum der noch da ist weiß keiner.
Und auf was die Chefetage von Dynamo noch wartet frag ich mich.
Tiefer als der letzte Platz, geht es nun mal in der Liga nicht!
Schaut die Bayern an, die schmeißen einen Top-Trainer schon raus wenn sie auf Platz 4 abrutschen.
Also Dynamo Dresden, denkt mal ganz stark nach!! Und handelt richtig und klug!
Und schmeißt die Spieler mit chronischer Unlust gleich mit raus!
Und holt Spieler mit Biss und Lust zum gewinnen!

Mit freundlichen Grüßen