Haushalttipps Was tun gegen müffelnde Waschmaschinen?

Frische Wäsche soll sauber sein und duften. Doch immer öfter riechen Wäsche und Waschmaschine unangenehm, besonders nach dem umweltfreundlichen Kurzwaschgang. Wie kommt das und was kann man dagegen tun?

Ein Techniker repariert eine Waschmaschine.
Eine unangenehm riechende Waschmaschine bekommen Sie mit einer gründlichen Reinigung und wenigstens einem Heißwaschgang pro Monat wieder in den Griff. Bildrechte: imago/blickwinkel

Immer öfter riechen Wäsche und Waschmaschine unangenehm - und dass trotz moderner Waschmittel und computergesteuerter Waschprogramme. Waschmittelparfüm, das zwar ökologisch nicht sinnvoll ist, aber wochenlangen Superduft der Wäsche verspricht, hilft hier auch nicht weiter. Der Grund: Die häufig genutzten Ökowaschgänge helfen Energie zu sparen, aber die Waschtemperatur ist einfach zu niedrig, um die Bakterien abzutöten, die dann für den unangenehmen Gerüche der frisch gewaschenen Sachen sorgen.

Die 60-Grad-Marke

Zuverlässig sterben Bakterien erst bei einem 60-Grad-Waschgang, der dann wenigstens eine Stunde dauern sollte. Haushaltsexperten empfehlen, mindestens einmal im Monat die Waschmaschine bei 60 Grad waschen zu lassen. Dabei sollte ein Pulver-Vollwaschmittel benutzt werden. Die Bleiche darin hilft zusätzlich, die Bakterien zu bekämpfen.

Hier sitzen die Keime im Ernstfall

Haben sich nun aber Keime schon in der Waschmaschine festgesetzt, dann ist eine gründliche Reinigung des Geräts nötig. Denn eine Waschmaschine hält für unangenehm riechende Bakterien viele Plätze bereit, an denen die sich vermehren können:

  • Der Türgummi: Hier sammelt sich bei jeder Wäsche Feuchtigkeit. Rückstände von Waschmitteln bieten einen idealen Nährboden für Keime und Schimmel. Wischen Sie deshalb den Gummi nach jedem Waschtag ordentlich sauber.
  • Die Wäschetrommel: ist an sich aus Edelstahl, da können sich keine Keime vermehren, wohl aber in den Ritzen und Ecken der Wäschetrommel. Deshalb lassen Sie die Tür der Maschine im Off-Modus immer ein Stück aufstehen, dann trocknet die Maschine richtig aus.
  • Das Flusensieb: soll verhindern, dass Geldstücke oder andere Kleinteile aus der Wäsche die Pumpe beschädigen oder verstopfen. Hier sammelt sich besonders viel kleinteiliger Schmutz, in dem sich Bakterien und Keime wohl fühlen. Reinigen Sie das Sieb also regelmäßig.  
  • Die Waschmittelschublade: auch dort bildet sich schnell ein Schmierfilm, auf dem sich geruchsbildende Bakterien niederlassen und vermehren können. Die Gegenmaßnahme heißt auch hier, regelmäßig zu säubern.
  • Kalkrückstände: Je härter Ihr Wasser, desto mehr Kalk lagert sich in der Maschine ab. Auch dort sollen sich Bakterien und Keime wohlfühlen.

Vollwaschmittel beinhalten oft schon Wasserenthärter. Waschen Sie deshalb immer mit der für Ihre Wasserhärte angegebenen Waschmittelmenge, dann sollte Kalk kein Problem werden. Ab und zu können Sie ihn auch mit einem speziellen Kalklöser oder Zitronensäure entfernen. Essigessenz ist eher schädlich für die Gummidichtungen der Maschine. Maschinenreiniger können Sie bis zu zweimal im Jahr verwenden. Ähnlich wie beim Geschirrspüler wird die leere Maschine dabei gründlich gereinigt und alle Rückstände werden entfernt. 

Wenn die Wäsche trotzdem stinkt     

Gerade Sportkleidung, die sehr verschwitzt ist, sollten Sie entweder sofort waschen oder erstmal trocknen, bevor sie in den Wäschesack wandert. Im Schweiß fühlen sich die Geruchsbakterien besonders wohl und vermehren sich schnell. Auch andere Schmutzwäsche kann dann betroffen sein. Wenn Sie Sportkleidung bei niedriger Temperatur nur kurz waschen, dann kann sie schnell wieder anfangen zu riechen, weil viele Keime überlebt haben. Außerdem sollten Sie eine fertige Waschmaschine immer möglichst schnell leeren und die Wäsche aufhängen oder in den Trockner stecken.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 03. März 2019 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. September 2019, 19:00 Uhr

3 Kommentare

sehr_ratlos vor 16 Wochen

Auch "Hausmänner" haben Ideen - einmal alle 1 ... 2 Monate - Maschine leer - ca. sechs Esslöffel "reine Citronensäure" (trocken - sieht aus wir grobes Salz) ins Haupteinspülfach - Hauptprogramm auf 90°C Kochwaschgang.

Beseitigt neben Kalk, auch all die Waschmittelrückstände die ein besonders gute "Heimstätte" für die lieben Bakterien sind.

Wer das erstmalig macht und dessen Maschine ordentlich mit Waschmittelresten versifft ist, sollte den Einfüllbereich erst einmal "händisch" reinigen und dann erst den Waschakt starten ! Dennoch kann es dabei ordentlich schäumen.

Kommt womöglich (wenig überraschend) aus allen Öffnungen. Danach - beim nächsten mal - sollte das Geschäume erledigt sein. Exergieverlust ? Nun ja, meine PV übernimmt das "energieneutral". Ansonsten bleibt die Wahl, was ist wichtiger ?

Roger vor 16 Wochen

Sakrotan gleich in den Waschgang mit einfüllen und aus die Maus mit Bakterien und Viren.

GerdMueller vor 16 Wochen

Wegwerfen neue kaufen, fertig. Der Staat verdient, der Handwerker nicht und neu ist neu.