Aktion "Goldener Windbeutel" von Foodwatch 2017
Der goldene Windbeutel geht an Produkte, die die Verbraucher täuschen. Bildrechte: foodwatch

Werbelügen Foodwatch gibt Startschuss für die Wahl zum Goldenen Windbeutel

Die Organisation Foodwatch sucht wieder die dreistesten Lebensmittellügen. Auf der Online-Plattform "Schummelmelder.de" können Verbraucher Produkte vorschlagen, von denen sie sich getäuscht fühlen.

Aktion "Goldener Windbeutel" von Foodwatch 2017
Der goldene Windbeutel geht an Produkte, die die Verbraucher täuschen. Bildrechte: foodwatch

Die Organisation Foodwatch sucht auch in diesem Jahr wieder die "dreisteste Werbelüge". Verbraucher können ab sofort Vorschläge für irreführende Werbung auf Produkten für die Wahl zum sogenannten Goldenen Windbeutel einreichen, erklärte die Verbraucherschutzorganisation am Sonntag.

Bisherige Preisträger: Coca-Cola und Alete

Auf der Plattform schummelmelder.de können demnach Bilder und Beschreibungen von Produkten hochgeladen werden, von denen sich Bürger getäuscht fühlen - etwa bezogen auf Inhaltsstoffe oder Verpackungsgröße. Die Vorschläge fließen in die Auswahl von fünf Kandidaten für den Negativpreis ein, über die dann die Verbraucher abstimmen können. Berücksichtigt werden können alle Produkte, die bis zum 29. September eingereicht werden. Die eigentliche Online-Abstimmung startet dann im November.

Obwohl im EU-Lebensmittelrecht allgemein ein Verbot von Täuschung festgeschrieben sei, könnten in der Praxis Hersteller dennoch oft ganz legal schummeln und täuschen, monierte Foodwatch. Im vergangenen Jahr war der Goldene Windbeutel an das Unternehmen Coca-Cola für das sogenannte Smartwater gegangen, das aufwändig aufbereitet wird und deutlich mehr kostet als herkömmliches Mineralwasser. Auch ein Kinderkeks von Alete bekam den Preis in der Vergangenheit bereits zugesprochen - wegen seines hohen Zuckergehalts.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. September 2019 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. September 2019, 13:24 Uhr