Nach Kritik Innenminister will Fotografen-Passbilder weiter erlauben

Eigentlich sollten Passbilder zukünftig nur noch im Bürgeramt aufgenommen und direkt weiterverwendet werden, um Fälschungen auszuschließen. Damit wären Passbilder vom Fotografen nicht mehr erlaubt gewesen. Bundesinnenminister Seehofer reagiert nun auf die Kritik: Fotografenbilder sollen erlaubt bleiben.

Horst Seehofer
Bundesinnenminister Seehofer will beim Fotografen entstandene Passbilder nun doch weiterhin für Ausweisdokumente zulassen. Bildrechte: dpa

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will Passbilder vom Fotografen künftig doch weiter erlauben. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Seehofer, ihm sei wichtig, dass sich Bürger in Zukunft entscheiden können, ob sie die Passfotos künftig bei der Behörde oder in einem Fotogeschäft anfertigen lassen.

Passbilder sollen fälschungssicher sein

Ein bisheriger Entwurf des Innenministeriums hatte vorgesehen, dass Fotos für Reisepässe und Personalausweise nur noch bei den zuständigen Behörden gemacht werden dürfen. Grund ist die Sorge um mögliche Bildmanipulationen, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind, beim Einsatz von Gesichtserkennungssoftware aber zu Fehlern führt.

Fotografen hatten das Vorhaben scharf kritisiert, da sie große Einbußen befürchten. Das Ministerium sucht jetzt nach einem Weg, der den Sicherheitsinteressen Rechnung trägt, ohne die Fotografen zu benachteiligen. Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. Januar 2020 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2020, 11:37 Uhr