Tampon
Tampons und andere Hygiene-Produkte werden nach dem Willen des Bundestags künftig günstiger. Bildrechte: imago images/Panthermedia

Bundestag Steuer auf Tampons, E-Paper und E-Autos sinkt

Der Bundestag hat am Donnerstag mehrere Steuersenkungen beschlossen. So soll für Hygiene-Produkte wie Tampons und Damenbinden künftig der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gelten. Auch der Verkauf von E-Paper und E-Books sowie von E-Autos soll steuerlich begünstigt werden.

Tampon
Tampons und andere Hygiene-Produkte werden nach dem Willen des Bundestags künftig günstiger. Bildrechte: imago images/Panthermedia

Für Hygiene-Produkte wie Tampons und Damenbinden soll künftig nur noch der ermäßigte Mehrwertsteuersatz verlangt werden. Das hat der Bundestag am Donnerstag beschlossen. Auch der Steuersatz für elektronische Zeitungen und Zeitschriften soll von 19 auf sieben Prozent sinken. Außerdem billigte das Parlament ein milliardenschweres Steuerpaket, um die bislang schleppende Nachfrage nach Elektroautos anzukurbeln.

"Periode ist kein Luxus"

Für die Steuersenkung auf Tampons und Damenbinden hatten sich
Zehntausende Menschen über eine Online-Petition unter dem Motto "Die Periode ist kein Luxus" eingesetzt. Finanzminister Olaf Scholz hatte die Steuersenkung im Oktober angekündigt.

Die Förderung der Elektomobilität war erst vergangene Woche ein Ergebnis des Autogipfels der Bundesregierung. Wie geplant, verlängerten die Abgeordneten unter anderem das auslaufende Steuerprivileg für Elektro-Dienstwagen und beschlossen zudem Sonderabschreibungen für elektrisch betriebene Lieferfahrzeuge. Darüber hinaus beschloss der Bundestag steuerliche Verbesserungen beim Jobticket, damit Arbeitnehmer verstärkt auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

"Realität der digitalen Presse"

Die Steuersenkung für E-Paper und E-Books war länger angekündigt. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) begrüßte den Beschluss. VDZ-Präsident Rudolf Thiemann erklärte: "Insbesondere freuen wir uns, dass die Abgeordneten den reduzierten Mehrwertsteuersatz auch auf Apps, Websites und Datenbanken mit Pressepublikationen erstreckt haben. Damit wird der Realität der digitalen Presse Rechnung getragen."

Der Bundesrat muss den Beschlüssen noch zustimmen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. November 2019 | 23:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2019, 12:11 Uhr

5 Kommentare

Leachim-21 vor 5 Tagen

nach meiner Meinung nach wurden die falschen Produkte mit Steuersenkung bedacht, man hätte lieber bei den Kindersachen die Steuersenkung durch führen sollen. denn die Kinder sollten ja unsere Zukunft sein

Udo vor 6 Tagen

"Periode ist kein Luxus", aber sämtliche medizinische Mittel ebenfalls nicht!
Windelhosen und Einlagen für Inkontinz,......
Aber das schient die Herrschaften nicht zu interessieren.
Es hat mal jemand sich die Mühe gemacht und die Ersparnis für Tampos und Binden im Jahr ausgerechnet, weit unter 10 Euro! Und damit brüstet man sich?

Rychlik vor 6 Tagen

Steuersenkung OK besser wäre eine Steuerstreichung! Ebenso sollte medizinisch notwendiges nicht besteuert werden. Die zur Finanzierung der Wiedervereinigung erfundenen Abgaben für Regenwasser, Abwasser, fürs Telefonieren usw. sollten ebenfalls zurück genommen werden und uns alle entlasten.