Nach Flugzeug-Abschuss Lufthansa streicht alle Teheran-Flüge bis 28. März

Nach dem Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine bei Teheran hat die Lufthansa-Gruppe alle Flüge in die iranische Hauptstadt bis zum 28. März gestrichen. Auch der Luftraum des Iran soll weiter gemieden werden.

Lufthansa Schriftzug mit rotem Positionslicht
Die Lufthansa-Gruppe hat alle Flüge nach Teheran bis zum 28. März annulliert. Bildrechte: dpa

Die Lufthansa-Gruppe streicht bis zum 28. März sämtliche Flüge in die iranische Hauptstadt Teheran. Damit reagiert das deutsche Luftfahrtunternehmen auf den Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine durch die iranische Luftabwehr vor anderthalb Wochen.

Sicherheitslage weiter unklar

Die Lufthansa AG begründete ihre Entscheidung am Freitag damit, dass die Sicherheitslage rund um den Teheraner Flughafen sowie im iranischen Luftraum allgemein weiter unklar sei. Deshalb würden Maschinen der Lufthansa-Gruppe auch den iranischen Luftraum weiterhin meiden. Vor einer Woche hatte die Lufthansa-Gruppe ihre Teheran-Flüge zunächst bis einschließlich 20. Januar annulliert.

Entscheidung vertagt

Weiter teilte die Lufthansa mit, man stehe im Kontakt mit den internationalen und nationalen Behörden zur Flugsicherheit und werde zu gegebener Zeit entscheiden, ob und wann der Flugbetrieb nach Iran wieder aufgenommen werden könne.

Der Iran hatte vergangene Woche den versehentlichen Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs nahe Teheran am 8. Januar eingestanden. Dabei waren alle 176 Menschen an Bord ums Leben gekommen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Januar 2020 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2020, 19:59 Uhr