Plötzlicher Geldsegen AfD erbt sieben Millionen Euro von Ingenieur aus Niedersachsen

Ein Ingenieur aus Niedersachsen hat der AfD rund sieben Millionen Euro vererbt. Nach Parteiangaben war der Mann kein AfD-Mitglied. Medienberichten zufolge handelt es sich um einen der größten Geldflüsse der deutschen Parteiengeschichte.

Das Logo der AfD auf einem Flyer
Die AfD hat sieben Millionen Euro geerbt. Bildrechte: dpa

Die AfD hat von einem Ingenieur aus Niedersachsen rund sieben Millionen Euro geerbt. Wie die Partei am Donnerstag mitteilte, war der Verstorbene kein AfD-Mitglied. Er habe ein Testament hinterlassen, in dem er die AfD als Alleinerbin eingesetzt habe. Nach Angaben der Partei war das Testament bereits 2018 gefunden worden. Es habe allerdings längere Zeit gedauert, bis der Wert ermittelt worden sei. Das Vermögen besteht demnach vor allem aus Immobilien, Goldmünzen und Goldbarren.

Keine Erben außer AfD

Goldbarren liegen gestapelt in einem Safe der Deutschen Bundesbank
Ein Teil des Erbes liegt in Gold vor. Bildrechte: Colourbox.de

Zuvor hatten bereits die "Junge Freiheit", NDR, WDR und die "Süddeutsche Zeitung" über den Fall berichtet. Demnach war der Mann vor zwei Jahren verstorben und hatte keine Erben hinterlassen, außer der AfD. Das Erbe sei vor zwei Jahren auf rund sieben Millionen Euro taxiert worden. Weil der Goldpreis seither um mehr als 20 Prozent gestiegen sei, dürfte das Erbe mittlerweile sogar noch höher ausfallen. Außer Gold und hochwertigen Immobilien soll der Verstorbene auch Patente besessen haben.

Laut den Berichten handelt es sich um einen der höchsten Geldflüsse der deutschen Parteiengeschichte. Die Partei habe das Erbe der Bundestagsverwaltung angezeigt. Spendername und Höhe würden demnächst im bisher unveröffentlichten Rechenschaftsbericht der AfD zu lesen sein.

Geldsegen zur rechten Zeit

Für die AfD kommt der Geldsegen zur rechten Zeit. Die Partei hat wegen drohender Strafzahlungen für illegale Parteispenden Rückstellungen in Höhe von rund einer Million Euro gebildet. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass ein Berliner Unternehmer der Thüringer AfD vergangene Woche 100.000 Euro gespendet hatte.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. Februar 2020 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2020, 19:36 Uhr

41 Kommentare

Fakt vor 1 Wochen

Einzeltäter mit Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen und zur afd.
Zum Erbe: Ist mir ziemlich egal. Man hätte das Geld aber ebensogut in die braune Tonne drücken können - ach nee, für Altpapier ist ja die blaue Tonne zuständig.

Mikro vor 1 Wochen

Klar Fakt der Fall Lübcke.Die Tat eines psychisch kranken Einzeltäters.Das Sie das zur Instrumentalisierung nutzen ist armselig.Was sagen Sie eigentlich zum Erbe der AfD.Freut Sie doch sicher auch so wie die meisten hier?

Norbert 56 NRW vor 1 Wochen

Finde es schon seltsam sich über eine Erbschaft so aufzupludern, da kann die AFD doch nix zu.. Wahrscheinlich ist die AFD auch noch das traurige Wetter schuld..