Äpfel mit verschiedenen Schadbildern liegen auf einem Tisch
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Sonnebrand, Läuse, Frost Schadbilder an Äpfeln – Hilfe, was ist das?

Apfelwickler, Frostringe, Verbrennungen, Stippigkeit oder Blattläuse sorgen dafür, dass unsere Apfelernte mager ausfällt oder die Früchte verderben und nicht schmecken. Aber was ist was? Und was hilft dagegen?

Äpfel mit verschiedenen Schadbildern liegen auf einem Tisch
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Frostringe:

Äpfel mit typischen Frostringen
Ein typisches merkmal von frostschäden sind die Frostringe Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Solche Frostringe entstehen, wenn der Fruchtansatz nach dem Winter noch einmal Frost abbekommen hat. Die Früchte bleiben meist kleiner und zeigen die typischen Ringe. Immerhin haben diese Früchte überlebt. Sie können trotz des Schadbildes noch gegessen werden.

Verbrennungen:

Äpfel mit dunklen Stellen
Diese Äpfel haben zu viel Sonne abbekommen Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Diese Äpfel haben einen Sonnenbrand bekommen. Deswegen rät Obstbaumexpertin Monika Möhler zu Vorsicht beim Sommerschnitt. Das Blattwerk beschattet die Früchte und schützt so vor Verbrennungen. Nach einem Sonnenbrand fault der Apfel und schmeckt meist vergoren.

Stippigkeit:

Äpfel mit kleinen schwarzen Punkten auf der Schale
Kleine Punkte auf der Schale zeigen eine Mangelernährung an Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Stippigkeit wird durch eine Mangelernährung der Äpfel hervorgerufen. Wenn der Sommer zu trocken ist und der Baum nicht gegossen wird, gerät das Nährstoffgleichgewicht aus den Fugen, der Zellverband bricht zusammen. Äpfel brauchen Kali, Kalzium und Magnesium. Kalzium kann aber bei Wasserentzug nicht mehr aufgenommen werden. Durch den Kalziummangel entstehen bittere Stellen meist unterhalb der Kelchblätter. Der Apfel wird bitter und ungenießbar. Gegen Stippigkeit hilft eine Baumscheibe. Auch regelmäßiges Gießen und ein mäßiger, nicht zu starker Baumschnitt helfen die Früchte gut zu versorgen.

Fraßstellen:

Äpfel mit Fraßspuren
Hier waren Vögel und Wespen am Werk Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Auch Vögel und Insekten haben Hunger und Durst. Fehlen Wasser und Nahrungsquellen machen sich Wespen oder Vögel gern über unsere Äpfel her. In die Verletzungen der Fruchthaut dringen Pilze wie die Monilia-Fruchtfäule ein – der Apfel fault und wird schließlich schwarz. Hier kann es schon helfen im Garten für Wasserstellen zu sorgen. Ganz wichtig: faule Äpfel im Hausmüll entsorgen oder vergraben – nicht auf den Kompost werfen. Auch Fruchtmumien vom Baum entfernen.

Apfelwickler:

schwarzer und verfaulter Apfel mit Wurm
Der Apfelwickler sorgt für Wunden an der Frucht, die Äpfel faulen Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Den Apfelwickler kennen wir aller – der kleine Wurm liebt Äpfel und frisst sich durch das Fruchtfleisch bis zum Kerngehäuse durch. Die Frucht fault schließlich. Achten sie auf Madeneingänge an den Äpfeln die noch am Baum sind, schneiden Sie befallene Stellen aus und verwerten Sie die Äpfel. Entsorgen sie heruntergefallenes Obst. Der Apfelwickler überwintert unter der Rinde des Baums. Inzwischen gibt es Nematoden – kleine Fadenwürmer, die im Wasser aufgelöst auf die Rinde gestrichen werden und den Apfelwickler so zerstören.  Wichtig ist, die Nematoden an einem regenreichen Tag auf die Rinde aufzutragen.

Blattläuse:

verbeulte Äpfel
Die mehligen Blattläuse saugen auch an den Früchten Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Im Garten gibt es verschiedene Blattläuse. Die einen befallen nur die Blätter die verschrumpeln und so die Früchte und Knospen nicht mehr gut versorgen können. Es gibt aber auch Blattlausarten, die an den Früchten saugen. Zu ihnen gehören die mehligen Blattläuse. Sind sie am Werk, wachsen die Früchte nicht mehr und verkrüppeln. Die Äpfel bleiben klein und schmecken nicht.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 22. September 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. September 2019, 11:22 Uhr